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Der Caller II
(Peter Weber, Berlin)

Ein gesteigertes Exponentialbedürfniss beim Rufer ist nicht automatisch proportional zu seinem Marktwert, will sagen: ein schöner Caller ist nicht automatisch ein guter Caller. Aber umgekehrt stimmt es eben auch nicht.

Die Qualität eines Callers ist am ehesten messbar an seiner Fähigkeit, kollektive Schwächen der Bewegungstrans-formation der sich im unterwerfenden Tanzkonsumenten zu erkennen und dann doch nicht auszunutzen.

Mit anderen Worten: Von einem Caller werden über-menschliche Fähigkeiten erwartet und versprochen und selten genug auch gehalten.

Sollten sich jedoch strapazierfähige reaktionsschnelle Tänzer dem Genius des Caller würdig erweisen, entsteht auf beiden Seiten ein euphorischer Zustand, der anderswo nur mit chemischen Mitteln oder mit vergorenen Getränken erreicht werden kann.